„Was mit Medien machen“ – das ist heutzutage der Anspruch vieler junger Menschen bei der Wahl einer Branche für die berufliche Zukunft. Also informiert man sich als junger Mensch umfassend, stolpert hierbei über den Ausbildungsberuf „Medienkauffrau/-mann Digital und Print“, schreibt Bewerbungen und wird mit etwas Glück Azubi in einem renommierten Medienunternehmen. Lehrreich und interessant ist die Ausbildung, das auf jeden Fall, aber es liegt in der Natur der Sache, dass man in seinem Unternehmen bestimmte Facetten der Medienbranche intensiver kennenlernt als andere. Für alle Auszubildenden, die über die in ihrem Betrieb vermittelten Ausbildungsinhalte hinaus Interesse an modernen Medien im Allgemeinen haben und vor allem nach Praxisbezug suchen, bietet die IHK die Möglichkeit einer Zusatzqualifikation Medienwirtschaft an.
Diese Möglichkeit haben auch wir Azubis aus dem 2. Lehrjahr wieder wahrgenommen, genauso wie auch schon viele SFB-Azubis vor uns.
Am 14.09.2011 startete für uns die Zusatzqualifikation am Walter-Eucken-Berufskolleg in Düsseldorf, welche nun immer mittwochs am Nachmittag und samstags am Morgen stattfindet. Der halbjährige Kursplan erstreckt sich über 160 Unterrichtsstunden und sieht die Module Internetseitengestaltung, Medienrecht, Kommunikation & Präsentation, audiovisuelle Medien, Bildbearbeitung, Layout und Projektmanagement vor. Ein sehr abwechslungsreiches Programm, das uns neben der Empfehlung anderer Auszubildender dazu veranlasst hat, auch unseren halben Samstag zu opfern, denn es lohnt sich. In praxisorientierten Projekten wird vor allem selbstständig an Problemen und Lösungen gearbeitet, erlerntes Wissen kann oft unmittelbar umgesetzt werden. Wie restauriere ich scheinbar zerstörte Teile eines Bildes mit einer Bildbearbeitungssoftware? Wie kann ich kleine Websites selbst erstellen? Wie schneide ich Versprecher und Räusperer einer gesprochenen Tonaufnahme nahtlos heraus, wie kann ich das Ganze mit Musik unterlegen? Und vieles mehr.
Neben der Ergänzung des Ausbildungswissens ist der Kontakt zu Auszubildenden aus anderen Orten, die in anderen, interessanten Branchen arbeiten, eine weitere, wertvolle Ergänzung und so können neben beruflichen Informationen auch persönliche Erfahrungen ausgetauscht werden.
Am Ende der theoretischen und praktischen Unterweisungen steht im Mai 2012 eine Prüfung vor der IHK an, welche aus einem, wie schon die Konzeptionierung der Module vermuten lässt, theoretischen und praktischen Teil besteht.
Bisher können wir als Fazit schließen, dass es zwar mitunter sehr anstrengend ist, mittwochs noch verhältnismäßig lange unterwegs zu sein (die dunklen Herbst- und Wintermonate lassen grüßen) und samstags früh genug aufzustehen, um pünktlich um 9 Uhr in Düsseldorf auf der Matte zu stehen, wir aber jetzt nach noch nicht einmal 3 Monaten sagen können, dass wir schon so viele praktische Dinge gelernt haben, dass wir diese Erfahrung nicht missen möchten und uns jederzeit wieder für diese IHK-Zusatzqualifikation entschieden hätten.
